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05.8.07: Die Tücken von (zu) detaillierten Karten


Bevor ich mich heute aufs Velo schwang, nahm ich mir bei schönstem Wetter Zeit, um vor dem Zelt das Morgenessen einzunehmen und dann etwas Tagebuch nachzuschreiben.

Der erste Halt an einer Raststätte stand heute ganz im Zeichen von "doppelter Ration": Der Halt dauerte (mindestens) doppelt so lange wie geplant, es gab gleich zwei feine Würste, eine doppelte Portion Glacé und auch zweimal einen grossen Grüntee...

Etwas später begegnete ich einem Velorennen: Leider war es ein Team-Zeitfahren und so konnte ich nicht daran teilnehmen;-)

Meine in Prag gekauften Karten sind so detailliert, dass sie einem dazu verleiten, bei traumhaftem, heissem Wetter auf kleinen (Feld-)Wegen die schöne Gegend mit Hügeln, Seelein, Bächen, Wäldern + Feldern zu erkundschaften! Leider läuft man so Gefahr, auf Abwege zu geraten;-) So führte mein Weg heute einmal durch einen Wald von Brennnesseln und danach über ein frisch gemähtes Kornfeld...

In Prachatice, einer schönen Stadt mit einem grossen Platz mit Brunnen + Maibaum, vielen wunderbaren Häusern und einer imposanten Kirche, legte ich nochmals einen ausgedehnten Halt ein. Ich gönnte mir hier gleich vier Frappés und zwei Glacés, die äusserst lecker und sehr günstig waren:-)

Der Glacé-Konsum, der bei mir wie Doping wirkt, machte sich in den anstehenden Steigungen einmal mehr bezahlt! Durch die traumhafte, dem Jura bzw. den Voralpen ähnelnde Region "Sumava" (auf deutsch: Böhmerwald) führte der Weg am späten Abend in Richtung Grenze.

Es folgte wieder einmal ein Grenzübertritt auf einer Nebenstrasse, dieses Mal aber ein vollkommen legaler;-) Das Zelt stellte ich auf der Hochebene gleich nach der Grenze mit freiem Blick auf die Grenzstation auf...

Bei der nächtlichen Toilette inkl. Zähneputzen erfreute ich mich am wolkenlosen Himmel mit unglaublich vielen Sternen und der abnehmenden Mondsichel, welche die mit Bodennebel verhangene Hochebene erleuchtete:-) Ausser dem Rauschen der nahen Kalten Moldau herrschte eine eindrückliche Ruhe! Wäre es nicht derart kalt (im Zelt zeigte der Thermometer gerade mal 7 °C...) gewesen, hätte die herrliche Stimmung zum Übernachten unter freiem Himmel eingeladen...


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