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23.7.07: Über die grüne Grenze nach Polen...


Weil ich geplant hatte, heute noch nach Polen einzureisen, nutzte ich beim Morgenessen in Rûdiðkës die Gelegenheit, um noch ein paar Karten aus Litauen zu versenden.

Die Fahrt in Richtung polnische Grenze war ziemlich ereignisarm: Teilweise auf frisch geteerten Strassen, dann aber auch wieder auf unglaublichen Wellblech-Pisten...

Die Vorfreude auf Polen hielt sich bei mir, aufgrund von Aussagen anderer Tourenfahrer betreffend Strassenzustand, Verkehrsaufkommen, Fahrweise + Sicherheit, ziemlich in Grenzen... Aber natürlich lasse ich mich gerne im positiven Sinne überraschen!

Weil es zwischen Lettland und Litauen gut geklappt hat, wollte ich wieder versuchen, auf einer Nebenstrasse die Grenze zu überqueren. Die auf meiner Karte eingetragene Strasse wurde kurz vor der Grenze zu einem menschenverlassenen Feldweg und führte komischerweise mitten in den Wald, wo ich ein paar Rehen begegnete...

Es waren aber keinerlei Stopp- oder Verbotsschilder zu sehen und so entschied ich mich, trotzdem weiterzufahren und die Grüne Grenze zu passieren! Auf polnischer Seite traf ich dann leider doch noch auf Verbotschilder und musste einen Sandstreifen überqueren... Dies bereitete mir gar keine Freude, aber jetzt gab es kein Zurück mehr!

Kurz nach der Grenze näherte sich mir ein grüner Jeep und ein mulmiges Gefühl machte sich bei mir bemerkbar! Es schien sich aber lediglich um einen einheimischen Bauern zu handeln, der mich nicht zur Kenntnis nahm... Bald erreichte ich wieder eine normale Strasse und war froh, bei schöner Abendstimmung die ersten Häuser in Polen zu erblicken:-)

Bei der ersten Gelegenheit erkundigte ich mich auf einem Bauernhof nach dem richtigen Weg. Die Leute dort waren äusserst freundlich und luden mich spontan zu polnischem Salat und Wodka ein:-) Trotz beschränkter Englisch-Kenntnisse der Gastgeber entwickelte sich eine lustige Unterhaltung...

Als es begann dunkel zu werden, wollte ich mich wieder auf den Weg machen und einen geeigneten Platz fürs Zelt suchen. Die Leute auf dem Bauernhof überredeten mich aber, zu bleiben und hier zu übernachten! Die Kinder stellten mir dann ihr Zelt auf und so blieb meines heute verpackt im Sack;-)

Der nette Abend fand so seine Fortsetzung:-) Bei Kaffee, Tee + Brötchen und zwischendurch immer wieder mal einem Wodka unterhielten wir uns angeregt, auch wenn sich dies aufgrund der Sprachbarrieren nicht immer einfach gestaltete...

Es war bereits ziemlich spät, als ich mich fürs "Schlafen auf dem Bauernhof" ins bereitstehende Zelt begab! Ich hoffte, dass es keinen Wetterumschwung geben würde: Die Allwetter-Tauglichkeit des Zeltes bezweifelte ich nämlich...


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