marc.beachman on tour

                     
     
 
 

Home

Berichte

Route

Etappen

Fotos

Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

14.7.07: Tag der verschiedensten Highlights...


Am Morgen bzw. eigentlich bereits am Vorabend passierte mir ein unverzeihlicher Lapsus;-) Ich vergass, das immer nach 111,1 Kilometern anstehende Foto zu schiessen... Ich konnte es aber etwas verspätet immer noch auf der gleichen Strasse und in ähnlicher Umgebung machen!

Zu Beginn fuhr ich auf einer nicht asphaltierten Nebenstrasse, die sich durch eine idyllische Gegend mit kleinen, verträumten Dörfchen schlängelt. Als ziemlichen Kontrastpunkt dazu erreichte ich dann den Peipsi Järv: Ein riesiger See, an dem man nirgends bis ans andere Ufer sieht und sich auch aufgrund seiner Badestränden und touristischen Einrichtungen wie am Meer fühlt!

In rasantem Tempo ging es am Abend in Richtung Kavastu, denn dort soll es eine Fähre über den zu überquerenden Fluss geben! Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass diese Fähre sicherlich bis 20.00 Uhr ihren Dienst leistet... Darum gab es nur kurze Fotohalte (um die genialen Wolkenbilder und einen wunderschönen, grossen Baum zu fotografieren) und Stopps, um die angriffslustigen Hunde mit Steinen in die Flucht zu schlagen, wie ich es bei "veloasia" gelernt hatte;-)

Kurz vor 20.00 Uhr erreichte ich Kavastu und tatsächlich fuhr die Fähre täglich bis um diese Zeit! Der abenteuerlichen Überfahrt auf einem kleinen Boot stand also nichts mehr im Weg... Das Auf- und Abladen des Velos gestaltete sich etwas schwierig und das Boot drohte unter dem nicht unerheblichen Gewicht des Fährimanns, des Velos inklusive Gepäck und mir fast zu kentern;-) Der leicht alkoholisierte (scheint ein allgemeines Problem in Estland zu sein...) Fährimann steuerte aber doch noch sicher das andere Ufer an:-)

Die Weiterfahrt war eigentlich nur noch als Ausrollen zum Zeltplatz gedacht... Sie gestaltete sich aber extrem anstrengend: Auf einer frisch mit riesigen Kieselsteinen überhäuften Strasse sank ich immer wieder ein und kam fast nicht vorwärts! Abwechslungsweise versuchte ich im Strassengraben und auf der schlechtesten Strasse, die ich je gefahren bin, weiterzukommen... Zum Glück dauerte das Abenteuer nur etwa zwei Kilometer:-)

Dann erspähte ich einen schönen See, wo ich gerne das Zelt aufstellen wollte. Auf Rückfrage bei einheimischen Jugendlichen, ob an diesem See irgendwo das Zelten möglich sei, führte mich einer auf seiner Vespa in horrendem Tempo über einen Single Trail an einen idealen Platz:-)

Mit dem in verschiedenen Läden und in Direktverkauf auf der Strasse erworbenen Gemüse und als kohlehydrathaltiger Zusatz "Graupen" bereite ich mir ein herrliches Essen zu! Das beste der gesamte der bisherigen Tour:-) Ich kann also beruhigt noch weiterreisen, ich habe immer noch Steigerungspotential;-)

Zum Abschluss des ereignisreichen Tages genoss ich erneut einen herrlichen Sonnenuntergang und das anschliessende Abendrot:-) Auf diesen Breitengraden leuchtet dieses ungefähr zwei Stunden lang!







zurück zur Übersicht