marc.beachman on tour

                     
     
 
 

Home

Berichte

Route

Etappen

Fotos

Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

08.7.07: Hektischer Beginn einer Zugfahrt...


Nach den vergangenen anstrengenden Tagen stand zuerst einmal Ausschlafen auf dem Programm... Danach machte ich mich auf, ein Billett für die Zugreise von Murmansk nach Sankt Petersburg zu besorgen: Ich entschied mich fürs günstigste (--> kostete umgerechnet nur etwa CHF 60.--) und damit noch heute, nämlich um 16.30 Uhr abzureisen!

Jetzt war ein stressiges Packen angesagt, denn neben allem anderen Gepäck musste auch das zum Trocknen im Zimmer aufgehängte Zelt wieder aufs Velo verladen werden! Die Putzfrau wartete schon ungeduldig...

Das Reisebüro hatte überraschenderweise auch am Sonntag offen! Die sehr nette und hilfsbereite Lady legte sich für meine Hotelsuche in Sankt Petersburg mächtig ins Zeug: Nach einigen Telefonaten und der Suche auf dem Internet war ein geeignetes Hotel gefunden:-)

Vor der Abreise musste ich mich natürlich noch reichlich mit Essen und Getränken für die lange, ungefähr 28 Stunden dauernde Zugfahrt eindecken! Ausserdem wollte ich es nicht versäumen, Miriam und meinen Eltern einmal eine Karte von einem ganz speziellen Ort zu schreiben... Touristen, welche Karten aus Murmansk versenden, scheinen etwas ganz Seltenes zu sein: Jedenfalls bestaunten die Postangestellten die Karten mit grossen Augen;-)

In aller Eile, wie ich es mir gewohnt bin..., begab ich mich nun zum Bahnhof! Dort war ein hektisches "Einchecken" angesagt: Das Zugpersonal war gar nicht erfreut über das viele Gepäck... Insbesondere das Velo war ihnen ein Dorn im Auge und so wollten sie mehr Geld! Das heisst nochmals etwa gleich viel, wie ich bereits für mein Ticket bezahlt hatte...

Ein netter, junger Russe, der an der Universität französisch gelernt hatte, spielte in der ganzen Angelegenheit den Dolmetscher und gleichzeitig Vermittler! Es resultierte daraus, dass ich das Velo über meinem Bett auf der Gepäckablage verstauen musste und später der Zugchef vorbeikommen sollte... Ich war gespannt, wie sich dies noch weiterentwickeln würde!

Beim Verstauen des Velos war mir ein sympathischer, junger Russe behilflich, mit dem ich anschliessend ins Gespräch kam: Leider waren seine Englisch-Kenntnisse ziemlich bescheiden... Trotzdem hatten Anton(!) und ich eine lange, interessante Unterhaltung! Zudem spendierte er mir zwei Bier und wir assen gemeinsam unser Nachtessen und tauschten untereinander Lachs bzw. Wurst + Käse:-)

Die Fahrt führte übrigens an endlosen Wäldern und riesigen Seen, reissenden Strömen, verschneiten Bergen und nur ab und zu an kleinen Dörfern und noch seltener an grossen, meisst hässlichen Industrie-Städten vorbei! Ganz nebenbei und völlig unbemerkt überquerten wir irgendwann im Laufe des späten Abends auch noch den Polarkreis...



zurück zur Übersicht