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26.6.07: Fahrt durch die Wildnis:-)


Da wir nur noch einige Kilometer durch Finnland zu fahren hatten, musste ich unbedingt schauen, dass ich für meine Karte mit finnischer Marke noch einen Briefkasten finde... Die Postkarte für Miriam sollte unbedingt ankommen, da es ja schon mit dem Telefonanruf in Schweden nicht geklappt hat! An einer Tankstelle mit Restaurant gab es dann tatsächlich auch einen Briefkasten, der aber nicht den Eindruck eines offiziellen machte, der jemals geleert würde... Jetzt bin ich mal gespannt, ob die Karte wirklich in der Schweiz ankommt!

Die Strecke führte uns durch relativ eintönige Tundra, wartete aber auch mit einigen Überraschungsmomenten auf: So gab es einige schöne Seen mit Badestrand und ausserdem begegneten wir einigen Sami, die teilweise aber offensichtlich als Touristenattraktion fungierten...

Heute starteten Stefan und ich einen ganz speziellen, ziemlich stupiden Wettbewerb: Wer kann mehr Kalorien (fr)essen? Bei meinem Konsum an Süssigkeiten (insbesondere Glacé) ist dies natürlich ein ziemlich ungleicher Wettkampf! Jedenfalls entschied ich die erste Runde anlässlich des heutigen Mittagessens mit 1,1 Liter Glacé, 1 "süssem Haufen", Brot und Käse, 1 Liter Schoggimilch und Chrömli problemlos für mich;-)

Nach dem Mittagshalt hiess es ab in die Wildnis: Wie wir mit Freude feststellen durften, war es ein absoluter Höhepunkt der gesamten bisherigen Tour:-) Der erste Teil einer 60 Kilometer langen Schotterpiste (die früher einmal die Hauptstrasse bildete...) stand auf dem Programm: Ein anspruchsvoller Weg mit Sand-/Kies-/Wasserpartien durch abwechslungsreiche, wunderschöne Tundra (mit Seen, Flüssen, Bergen mit Schnee, steppenartigem Boden, immer kleiner werdenden Bäumen bzw. Sträuchern, Moos, Bergblumen...), traumhafte Aussichten und dazu passendes Wetter (kühl bis kalt, stark bewölkt und windig):-)

Diese Landschaft und auch die Schneeresten bis auf ungefähr 500 Meter über Meer zeigten uns deutlich auf, dass wir uns nun richtig im Norden befanden! Eigentlich hätten wir viel früher erwartet und erhofft, solche Gegenden anzutreffen... Wir freuten uns jedenfalls schon auf die Fortsetzung dieser faszinierenden Strecke, die am nächsten Tag folgen sollte:-)

All dies liess uns nicht davon abhalten, nahe des 70. Breitengrades wieder einmal ein Feuer zu machen, um Würste zu bräteln! Nach je einem erfolglosen Versuch schaffte es Stefan tatsächlich, trotz morschem Holz und feuchter Witterung das Feuer zu entfachen:-)

Kurz nach Beendigung des Nachtessens verhinderte allerdings der einsetzende Regen das weitere Geniessen des Feuers und liess uns bald im Zelt verschwinden... Während wir im Zelt lagen, amüsierte uns ein komisch quitschender Vogel und brachte uns richtig zum Lachen;-)








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