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21.6.07: Unspektakuläre Polarkreis-Überquerung...


Am Morgen machten sich bei mir zum allerersten Mal gewisse Zweifel am Gelingen der Tour, d.h. am Erreichen des Nordkaps, breit: Die Schmerzen an der Achillessehne bzw. am Muskelansatz waren über Nacht leider nicht abgeklungen und stellten eine (längerfristige) Weiterfahrt in Frage:-(

Bei unserem Mittagshalt passierten wir mit Överkalix einen Verkehrsknotenpunkt mit vielen Touristen... Wir nutzten dies, um (vermeintlich) letztmals für längere Zeit in einem grösseren Laden einkaufen zu können! Der "letzte" Glacé-Kübel erwies sich aber als Fehleinkauf: Das Eis schmeckte nicht sonderlich, weil es bereits einmal aufgetaut war...

Immerhin konnte ich mir in der Apotheke eine neue Salbe kaufen, welche entzündungshemmend und schmerzstillend wirken soll! Die bisherige Salbe hatte ich nämlich am Vortag irgendwo liegen lassen...

Nach 50 Kilometer Fahrt erfolgte ziemlich überraschend bereits die Überquerung des Polarkreises, exakt am längsten Tag des Jahres! Weil wir für dieses Ereignis eine selten befahrene Nebenstrasse wählten, geschah unsere Überquerung still und heimlich! Kein Tourist, der davon hätte Kenntnis nehmen können;-) So mussten wir fürs obligate Foto auf den Selbstauslöser zurückgreifen: Stefan sägte dafür mit der eben erst erstandenen Säge einen Holzpflock aufs geeignete Mass zu!

Nördlich des Polarkreises wachsen zwar keine Mangos auf den Bäumen, trotzdem liegen sie aber auf der Strasse;-) Unseren Fund haben wir gleich an Ort und Stelle verspiesen!

Den "kurzen" Halt nutzten wir dann auch gleich zum Auffüllen unserer Bidons. Das Wasserholen im nahegelegenen Sommerhäuschen stellte sich als besonders gelungen heraus: Die sehr sympathischen, hilfsbereiten Leute zeigten sich so an unserer Tour interessiert, dass sie uns gleich zum Fischessen einluden:-) Die kurz zuvor durch den Grossvater gefangenen Fische (eine Art Lachs) schmeckten vorzüglich!

Auf Anraten unserer Gastgeber machten wir danach einen kleinen Umweg und fuhren am Jockfall vorbei: Ein imposanter Wasserfall, welcher dem Rheinfall in nichts nachsteht! Der kurze Abstecher hat sich absolut gelohnt:-)

Diese beiden Highlights und die etwas nachlassenden Schmerzen liessen meine Motivation wieder ansteigen und die Zuversicht, das Ziel zu erreichen, kehrte wieder zurück:-)

Für den heutigen Zeltplatz hatten wir uns einen Hügel ausgesucht, um vielleicht die Mitternachtssonne (ein erstes Mal) beobachten zu können. Aufgrund von Wolken und etwas zu hoch gewachsenen Bäumen war der Versuch noch nicht ganz von Erfolg gekrönt...

Beim Einsalben der Achillessehne vor dem Schlafengehen war dann meine Zuversicht wieder wie weggeblasen: Der Fuss war plötzlich stark angeschwollen:-( Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und vielleicht sind die Schmerzen ja am Morgen so plötzlich verschwunden, wie sie gekommen sind...


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