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14.5.07: Illegaler Grenzübertritt


Mein Weg führte mich heute an der Wasserscheide Donau - Elbe vorbei: Es heisst also endgültig von der Donau Abschied zu nehmen und den Weg Richtung Norden anzutreten.

Zuerst das Fichtel- und nun das Erzgebirge zeigen mir, dass Deutschland nicht wie oft behauptet nur flach ist! Zwar sind die Berge nicht so hoch, aber in diesen bezaubernden Gebieten gibt es unzählige, kräfteraubende Hügel, die jenen im Jura gleichen...

Der Versuchung einer Abkürzung und dem damit verbundenen Reiz eines etwas abenteurlichen Grenzübertrittes konnte ich einfach nicht widerstehen: Auf unkontrollierten Grenzübergängen für Fahrradfahrer und Wanderer wagte ich deshalb mit einem mulmigen Gefühl einen kurzen Abstecher nach Tschechien!

Der kurze Aufenthalt in Tschechien war für mich ein ziemlicher Kulturschock: Häuser, Strassen, Busse, Autos etc. machen alles einen viel ärmlicheren Eindruck als ennet der Grenze. Bald war ich aber zurück in Deutschland und zwar im Freistaat Sachsen...

An einem abgelegenen, kleinen See konnte ich mein Zelt aufschlagen und bis spät die Natur geniessen. Man merkt gut, dass die Tage länger werden und zudem der Norden näher rückt... Bis 21.30 brauchte ich keine Stirnlampe und sah den herumfliegenden Fledermäusen zu und beförderte einen Frosch zurück ins Wasser, der sich ins (Aussen-)Zelt verirrt hatte.

In der Nacht erlebte ich dann hautnah, wie eindrücklich aber auch beängstigend die Natur sein kann: Ein heftiger Gewittersturm zog direkt übers Zelt hinweg. Das Zelt wurde beinahe weggefegt, einzelne Heringe aus dem Boden gerissen und die Blitze erleuchteten das Zelt taghell! Eine solche Naturgewalt versetzt einem (mich zumindest...) in Angst und Bange, aber der Spuk war glücklicherweise nach kurzer Zeit vorbei.


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